Praktikum Glasgow

Arbeiten und mein persönliches Highlight!

DONNERSTAG 21. Juli 2016 | neue Entwürfe & viel Lob

Am Donnerstag habe ich Charandeep meine vier ausgearbeiteten Entwürfe für die Veranstaltung in London gezeigt. Zwei waren ziemlich klassisch, damit war ich also für ein Business Event auf der sicheren Seite. Bei den anderen beiden Entwürfen habe ich meiner Kreativität freien Lauf gelassen, die beste Entscheidung, wie sich dann bei unserer Besprechung zeigte. Charandeep schaute sich alle Entwürfe an und sagte dann: “So etwas gab es noch nie, das ist etwas völlig Neues. Mutig. – We choose this one!”
Und das war einfach ein tolles Kompliment.
Ich werde am Montag besprechen, wann und ob ich Arbeitsergebnisse veröffentlichen darf, denn dann werde ich diese gesammelt in einem Beitrag posten. Man darf gespannt sein!

Ich habe dann den restlichen Arbeitstag noch einige kleine Änderungen an dem finalen Entwurf vorgenommen, diese sollten dann am darauffolgenden Tag noch einmal besprochen und präsentiert werden.

 

 

FREITAG, 22. Juli 2016 | Werbung in einem Magazine

Am Freitag bekam ich eine wirklich tolle neue Aufgabe: für eine Veranstaltung im Dezember sollte Werbung in einer Zeitschrift veröffentlicht werden.
Nach einem kleinen Brainstorming und dem Sichten der Unterlagen und Designs aus den letzten Jahren, entschied ich mich, es mit einem sehr cleanen Entwurf zu versuchen und mal wieder war die Resonanz zu meiner Idee recht positiv.

Etwas später kam mir dann noch der Gedanke, eine Postkarte als kleines “Geschenk” mit in die Zeitschrift zu tun, sodass man bei Interesse an der Veranstaltung direkt mit der Postkarte einen Tisch reservieren könnte.
Außerdem gestaltete ich die Postkarte so, dass dort alle weiteren wichtigen Informationen genauso zu finden waren, wie auf der Seite in der Zeitschrift.

Das finale Design wird sich vermutlich in einem Meeting am Montag oder Dienstag herausstellen und ich bin bereits sehr gespannt, wie Charandeep die Idee mit der Postkarte finden wird.
Louise, Gerry und Winnie fanden die Idee nämlich wirklich gut, denn “das hat es vorher noch nie gegeben” 🙂

Ich bin auf jeden Fall mit einem tollen Gefühl ins Wochenende gestartet.
Das Praktikum macht unglaublich viel Spaß, einfach, weil es so viele Dinge gibt, die ich ausprobieren darf, so viele neue Ideen und Eindrücke. Aber auch einfach tolle, anspruchsvolle und vielseitige Aufgaben, die mir immer wieder aufs neue zeigen, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe.

Nach der Arbeit haben Judith und ich noch einen kleinen Stadtbummel gemacht, bevor wir uns abends mit den anderen Mädels zum Essen getroffen haben.

 

SAMSTAG, 23. Juli 2016 | Shopping & das große Highlight

Nachdem ich am Samstag tatsächlich mal ausgeschlafen habe, bin ich direkt nach dem Frühstück in die Stadt aufgebrochen, um dort einige Karten und Geschenke zu kaufen. Danach habe ich mich mit Judi zum Lunch getroffen. Mal wieder gab es Mac’n Cheese.

Um 15 Uhr sind wir dann aufgebrochen Richtung “Paradise”.
Und damit kommen wir auch zu meinem persönlichen Highlight: Dem Besuch des Spiels der Celtic Glasgow gegen Leicester City.

Als ich meinem kleinen Gastbruder Ren (6) bereits am Donnerstagabend davon erzählt hatte, konnte dieser nur eines sagen, ich sollte froh sein, dass ich Fan der Celtics wäre und nicht der Rangers. Und Kate fügte hinzu: “Sonst könnte ich mir direkt eine andere Gastfamilie suchen” 😀
Ja, es ist tatsächlich so, wie man es immer wieder hört, ein erbitterter Kampf zwischen den Celtics und den Rangers. Zum Dinner bekam ich dann noch einen wichtigen Schlachtruf mit auf den Weg:

>> Rangers cannae* kick the ball, but celtic is the best of all <<

[* “cannae” ist übrigens tatsächlich schottisch und bedeutet so viel wie “can not”]

Wir sind dann also mit dem Bus zum Stadion [Name: Celtic Park (Übername: Paradise)] im Stadtteil Bridgeton/Parkhead gefahren. Da wir zwei Stunden zu früh da waren, haben wir uns zunächst ein wenig im Fanshop umgeschaut, wo Judith ein Trikot kaufte, während ich mich für eine Mütze entschied. Als wir den Laden verlassen hatten, sind wir Richtung Eingang gelaufen und haben uns dann schon einmal unsere Plätze angesehen: Reihe A Platz 1.
Ja, ihr habt richtig gelesen, ist wahr, wir hatten Tickets in der ersten Reihe und erlebten das Spiel hautnah.

Hinter uns saßen zwei Jungs, die uns relativ bald ansprachen und fragten, wo wir denn herkommen würden. So kam man ins Gespräch. Später gab Emile Heskey [ehemaliger Spieler von Leicester/Liverpool] ein Interview, quasi direkt vor uns. Nach dem Interview sprangen die Jungs hinter uns auf, um ein Autogramm von ihm zu bekommen und forderten uns auf, doch auch mitzukommen. Gesagt, getan!
Die Jungs erzählten Heskey dann noch, dass wir aus Deutschland wären, was uns natürlich direkt super interessant machte. Nicht 😀
Ein Foto mit ihm haben wir aber trotzdem bekommen, worauf wir ja doch ein bisschen stolz sind.
Kurz vor Spielbeginn gab es dann noch ein Interview mit Brendan Rodgers [Manager der Celtics] und Emile Heskey.

Zum Spiel selbst lässt sich folgendes sagen:
1. Im Stadion gibt es keinerlei Netze, das heißt, man erlebt alles noch mal mehr “hautnah”, denn außer der Bande und 2-3 Metern ist da nichts zwischen Tribüne und Spielfeld.
2. Das Fußballspiel hier ist, wie ich finde, etwas entspannter, denn es muss nicht alle 5 Minuten abgepfiffen werden, weil sich ein Spieler auf den Boden wirft und wer weiß wie verletzt ist.
Aber was sage ich als alter Fußballprofi, ich habe keine Ahnung, aber ich habe das so empfunden. 😀

Der Spielverlauf:
Ich würde sagen, dass es ein spannendes Spiel war, da ich aber auch nicht oft Fußball schaue, wäre vermutlich auch jedes andere Spiel spannend für mich gewesen.
Nach 15 Minuten machte Leicester das 1:0, nach der 60. Minute schafften es die Celtics zum Unentschieden. Es ging in die Verlängerung. Nach 6 Elfmeterschüssen ging der 7. bei den Celtics daneben und Leicester gewann mit 1:2!

Was ist eigentlich nach dem Spiel passiert:
Ziemlich einfach gesagt, und ich weiß, dass das mindestens eine fußballverrückte Person ganz besonders freuen wird, aber: So ein kleines bisschen begeistert hat mich das ja alles schon. Es war einfach eine tolle Stimmung, die Atmosphäre, die Menschen. Ich habe das sehr genossen und fand das schon alles irgendwie ziemlich cool. Ich denke nicht, dass dieser Abend aus mir den größten Fußballfan gemacht hat, aber sollte mich jemand ins Stadion einladen, würde ich definitiv nicht nein sagen 😀

 

Weiteres über die Konkurrenten Celtic Glasgow und die Rangers, einfach weil ich das ziemlich interessant finde:

Mit dem Konkurrenten Glasgow Rangers verbindet Celtic eine der erbittertsten Rivalitäten des Fußballs überhaupt. Celtic und die Rangers stehen für jeweils verschiedene Konfessionen, verschiedene nationale Identitätsgefühle und für verschiedene soziale Klassen. Im Gegensatz zu den protestantischen Rangers, die bis 1989 prinzipiell nur protestantische Fußballer beschäftigten, waren bei Celtic seit Beginn alle Spieler – unabhängig ihrer Herkunft, kulturellen Identität oder Religion – willkommen. Ein weiterer Grund dieser Rivalität liegt in dem Zugehörigkeitsgefühl der Rangers zur britischen Krone, was den irisch orientierten Celts ein Dorn im Auge ist. Die Vereinsfarben Grün-Weiß sind auf die Landesflagge von Irland zurückzuführen; auf dem Dach über dem Spielfeld ist das schottische Andreaskreuz (the Saltire) wie auch die grün-weiß-orange irische Flagge gehisst, keineswegs aber der britische „Union Jack
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SONNTAG, 24. Juli 2016 | Einkaufen, Geschenke gestalten & der Blog

Am Sonntag bin ich bereits um 9:30 Uhr in die Stadt losgefahren, um etwas zum Lunch für die kommende Woche einzukaufen. Ich habe noch einen Kaffee getrunken und habe mich dann aber auch direkt wieder auf den Heimweg gemacht, um meine Geschenke, Postkarten und Briefe zu schreiben, zu gestalten und versandfertig zu machen.

Um 18 Uhr gab es dann Abendessen, das ist jeden Sonntag etwas besonderes. Alle erzählen von ihrem Tag, man sitzt gemeinsam zusammen, das genieße ich sehr.

Nach dem Essen habe ich dann weiter diesen Blogpost geschrieben, meine Fotos bearbeitet und werde gleich noch mit Freunden aus Deutschland telefonieren.

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