Praktikum Glasgow

Ein freier Tag und die ersten Arbeitstage

MONTAG, 11. Juli 2016 | noch mehr Sightseeing

Am Montag hatten Judith und ich frei, hei├čt: wir mussten nicht arbeiten gehen, logisch ­čśÇ

Also haben wir beide erst einmal ausgeschlafen und uns um 11 Uhr an der Central getroffen. Von dort aus ging es dann weiter zum Riverside Museum.

Das “Scotland Museum of Transport & Travel” zeigt eine riesige Ausstellung an Fahrzeugen, sowie sehr gelungene Stra├čennachbauten. An der Decke h├Ąngen Fahrr├Ąder und an den W├Ąnden ist eine riesige Auto-Galerie zu bestaunen.
Au├čerdem laden mehrere Generationen ├Âffentlicher Verkehrsmittel von Trams ├╝ber Doppeldeckerbusse bis hin zu einer U-Bahn zum Begehen ein. Sie sind ausgestattet mit Original Holz- oder Ledersitzen.
Im Nachhinein definitiv ein Highlight im Bezug auf andere Museen und Sehensw├╝rdigkeiten hier in Glasgow.

Danach haben wir noch ein Segelschiff besichtigt, denn direkt neben dem Museum befindet sich der Fluss “Clyde”.
Die “Glenlee”, wie das Schiff hei├čt, umrundete die Welt zu seiner “aktiven Zeit” mehrfach. Man konnte das komplette Schiff besichtigen. F├╝r die Kinder gab es zum Beispiel kleine F├Ârderb├Ąnder, auf denen kleine S├Ąckchen ├╝ber ein Stockwerk transportiert werden konnten, Spielecken und lehrreiche Spielzeuge. Das war f├╝r Judith und mich jedoch eher uninteressant, ganz im Gegensatz zum Maschinenraum, denn auch dieser konnte besichtigt werden. 1922 wurden der Glenlee zwei Dieselmotoren eingebaut.
Auch sehr interessant war es, mal einen Blick in die Kaj├╝te des Kapit├Ąns oder die Komb├╝se zu werfen oder die Mannschaftsquartiere zu bestaunen.

Nach diesem kleinen Ausflug haben wir uns wieder zur├╝ck auf den Weg in die Stadt gemacht und sind erstmal Mittagessen gegangen. Mac’n Cheese mit Chicken!
Man w├╝rde niemals auf die Idee kommen, so etwas in Deutschland zu “kochen”, aber es ist einfach verdammt lecker!

Nach dieser kleinen St├Ąrkung haben wir dann beschlossen noch die Universit├Ąt von Glasgow zu besichtigen. Da uns nicht wirklich ersichtlich war, wie man mit den Bus dort hin kommt, fragten wir den Busfahrer.
Dieser teilte uns mit, wir sollten erstmal einsteigen und er w├╝rde uns dann Bescheid sagen. Hat er leider nicht ….
Nach ca. 30 Minuten Fahrt haben wir beschlossen, doch mal Google Maps zu ├Âffnen und stellten fest, dass wir uns wieder von der Uni entfernten und der Busfahrer uns vergessen hatte. Wir sind dann also an der n├Ąchsten Station ausgestiegen und das war dann wirklich Gl├╝ck im Ungl├╝ck: wir waren am Botanischen Garten gelandet, also schmissen wir unsere Pl├Ąne um und bestaunten zun├Ąchst den wundervollen Garten.

Danach sind wir nach einem ca. 20 min├╝tigen Walk auch endlich bei der Uni gelandet. Dort f├╝hlten wir uns ein bisschen wie in Hogwards. Eine wundervolle Uni und Judith beschloss, auf jeden Fall ein Auslandssemester in Glasgow zu machen. Bei so einer sch├Ânen Uni ├╝berlege ich mir das mit dem Studieren auch nochmal.

So ging ein sehr ereignisreicher Tag zu Ende, denn nach einer komplizierten Busfahrt war ich p├╝nktlich um 6 Uhr zum Essen zuhause.

 

DIENSTAG, 12. Juli 2016 | Der erste Arbeitstag

Am Dienstag war unser erster Arbeitstag. Judith und ich hatten besprochen, dass wir uns um 9 Uhr vor der Firma treffen (um 9:30 Uhr ist regul├Ąrer Arbeitsbeginn), einfach um noch einen Kaffee zu kaufen und ein bisschen zu versuchen, sich gegenseitig die Aufregung zu nehmen. Ich muss sagen, dass es mir viel Sicherheit gegeben hat, nicht alleine die Firma betreten zu m├╝ssen.

Dort angekommen stellten wir zun├Ąchst fest, dass deren Uhr 5 Minuten vorgeht, das bedeutet: immer 5 Minuten zu fr├╝h kommen, damit man p├╝nktlich ist.

Nachdem wir einige Zeit gewartet hatten, wurden wir von Luise abgeholt und sind in einen Besprechungsraum gegangen, wo sie uns die Aufgaben f├╝r den Tag erkl├Ąrt hat.

Wir sollten etwas ├╝ber die Firma allgemein herausfinden, was genau sie machen und wie sie ├╝ber den “Brexit” denken und damit umgehen. Daf├╝r hatten wir bis zum Lunch um 12 Uhr Zeit. Danach hat unser anderer Kollege Charandeep uns wieder mit in den Besprechungsraum mitgenommen und uns eine kleine Pr├Ąsentation zur Firma gezeigt und uns super viele Sachen erkl├Ąrt. Das h├Ârt sich relativ easy an, ist auf englisch aber echt viel Input auf einmal. Danach sollten wir noch ein bisschen von dem erz├Ąhlen, was wir herausgefunden hatten. Luise kam zwischenzeitlich hinzu und ist nach unserer kleinen Pr├Ąsentation mit Judith rausgegangen, um ihr ihre Aufgaben f├╝r die restliche Woche zu erkl├Ąren, w├Ąhrend ich mit Charandeep im Besprechungsraum blieb und er mir doch ein bisschen was ├╝ber die Social Media Verwaltung erkl├Ąrte.

Dabei stellte ich relativ schnell fest, dass sie keinen Grafiker im Betrieb haben, alles war relativ einfach gestaltet. Er fragte mich, ob ich als “Graphic Designer” nicht vielleicht Ideen h├Ątte, das Ganze etwas moderner und cooler zu gestalten.

Nat├╝rlich hatte ich Lust: meine Aufgabe f├╝r die Woche war also die Erstellung eines neuen Titel- und Profilbildes f├╝r Facebook und Twitter, sowie die Gestaltung eines Flyers f├╝r eine Veranstaltung im Dezember.

Ziemlich viel Zeit, wenn man bedenkt, dass gerade Titelbilder im MusikZentrum Hannover meist innerhalb von 2 Stunden gemacht werden.

Nach dem Meeting sagte uns Luise, dass wir schon um 16 Uhr Feierabend machen k├Ânnen, also haben wir uns nur noch kurz durch die Social Media Kan├Ąle geklickt, um einen ├ťberblick zu bekommen und haben uns dann verabschiedet.

Unseren ersten erfolgreichen Arbeitstag haben wir in einem Caf├ę gefeiert. Bis halb 7 – mal wieder festgequatscht!

Auf dem Nachhauseweg habe ich noch am Supermarkt Halt gemacht und ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Zuhause gab es dann Avocado auf Br├Âtchen, sp├Ąter habe ich mit Freunden geskypt und bin anschlie├čend todm├╝de ins Bett gefallen.

 

MITTWOCH, 13. Juli 2016 | Entspannter Arbeitstag und viele neue Eindr├╝cke

Heute war ein sehr entspannter Arbeitstag, dadurch dass Charandeep und Luise erst zum Lunch in die Firma kamen. Judith und ich sprechen zwar in der Firma nur englisch, aber meistens unterhalten wir uns dann auch einfach nicht. Zum Lunch gehen wir raus und reden deutsch, das ist einfacher .

Wie bereits erw├Ąhnt ist es also meine Aufgabe, die Social Media Websites etwas zu aktualisieren und neue Titelbilder einzupflegen.

Was mir direkt aufgefallen ist, ist, dass es kein wirkliches Corporate Design gibt, was die Gestaltung irgendwie schwieriger macht, als bei der Stadt Hannover, wo alles vorgegeben ist. Trotzdem ist es toll, dass ich eine ganze Woche Zeit habe f├╝r diese Aufgabe, weil ich Dinge ausprobieren kann, die sonst gar nicht m├Âglich sind, weil die Zeit fehlt.

Ich habe also verschiedene Entw├╝rfe gemacht, habe versucht mein eigenes Mockup daf├╝r zu erstellen und meine Ideen dann am Ende des Arbeitstages pr├Ąsentiert.

Danach war der Tag quasi auch fast schon um und Judith und ich haben das B├╝ro gemeinsam verlassen und uns auf den Heimweg gemacht.

ABEND

Der Abend war am Mittwoch echt unspektakul├Ąr. Ich habe mir etwas zu essen gemacht, mit einem Kumpel telefoniert und bin dann schlafen gegangen.

 

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